Interdentalbürstchen reinigen größere Zahnzwischenräume und feste Spangen
Interdentalbürstchen sehen aus wie Flaschenbürsten im Kleinformat und gehören neben Zahnbürste und Zahnseide zu den wichtigsten Zahnputzutensilien. Der deutsche Name Zahnzwischenraumbürstchen erklärt ihre Funktionsweise treffend: "Die Zahnoberflächen zwischen zwei Zähnen lassen sich mit der Zahnbürste nur unzureichend von Zahnbelag reinigen", sagt der Erfurter Kieferorthopäde Axel Teichmann
Während sich Zahnseide vor allem zum Reinigen zwischen sehr eng stehenden Zähnen eignet, benutzt man die Interdentalbürstchen für die größeren Zwischenräume, "beispielsweise dort, wo durch Zahnfleischrückgang Lücken entstanden sind, oder auch bei festen Zahnspangen zum Säubern der Brackets", sagt Teichmann.
Ein- bis zweimal täglich sollten die feinen Bürsten zum Einsatz kommen, am besten nach dem eigentlichen Zähneputzen, Zahnpasta sei nicht notwendig. "Wie auch beim Zähneputzen gilt: Nicht zu viel Druck ausüben", warnt der Kieferorthopäde. Leichtes Zahnfleischbluten bei den ersten Anwendungen sei normal, weil das Zahnfleisch in den bis dahin wenig beachteten Zwischenräumen oft schon unter einer leichten Entzündung leide. "Nach einigen Tagen sollte sich das aber geben, ansonsten ist vielleicht das Bürstchen zu hart, bereits abgenutzt oder aber die Putztechnik nicht richtig."
Zeit für ein neues Exemplar sei in jedem Fall, wenn das alte ausgefranst oder stark verbogen ist. "Die richtige Bürstenstärke kann man durch Ausprobieren finden. Oder man fragt beim Zahnarzt oder Kieferorthopäden um Rat", sagt Teichmann. "Bei unterschiedlich großen Zahnzwischenräumen können auch unterschiedlich dicke Bürstchen angebracht sein."
dapd

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