Zahnfleischbluten unbedingt ernst nehmen
Zahnfleischbluten darf nicht bagatellisiert werden. "Es ist immer ein Alarmsignal, das geklärt und behandelt werden muss", sagt der Zahnarzt Peter Bührens aus Schwerin. So sei die häufigste Ursache für Zahnfleischbluten eine Entzündung des Zahnfleisches, eine sogenannte Gingivitis oder eine Entzündung des Zahnhalteapparates, also der Zahnwurzeln oder der Kieferknochen.
Leiden Menschen unter Zahnfleischbluten, so ist ihr Zahnfleisch zugleich meist geschwollen, dunkelrot verfärbt und reagiert empfindlich auf Druck: "Bereits durch leichte Berührung beginnt es zu bluten", ergänzt Bührens. "Die einzigen Vorbeuge-Möglichkeiten sind eine sorgfältige Mundpflege und regelmäßige Kontrolluntersuchungen." Eine falsch sitzende Prothese oder eine zu harte Zahnbürste könnten ebenfalls Blutungen verursachen.
"Bemerkt man häufiges Zahnfleischbluten oder schmerzt das Zahnfleisch beim Zähneputzen, dann sollte unbedingt ein Zahnarzt aufgesucht werden." Typischer Hinweis ist beispielsweise auch ein rötlicher Zahnpastaschaum nach dem Putzen. Bei leichtem Zahnfleischbluten hilft meist eine Mundspülung mit dem Wirkstoff Chlorhexidin, mit der man den Mund nach dem Zähneputzen durchspülen sollte. In schwereren Fällen erfolge eine gezielte Behandlung des Zahnhalteapparats, mitunter müssten die Zahnfleischtaschen gesäubert und entzündetes Gewebe entfernt werden, erläutert Bührens.
ddp
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